Illegales
Abgesehen davon, dass Affen schrecklichen und schmerzhaften Versuchen unterzogen werden, können die Bedingungen in Labors wesentlich zu einer Kompromisslösung hinsichtlich des Wohlergehens der Affen beitragen. Die »Schutz«-Vorschrift in der EU-Gesetzesrichtlinie (Direktive 86/609) ist dünn und unzureichend durchgesetzt.
Die BUAV beweist deutlich, dass bei Covance trotz dieser schwachen Gesetzeslage ständig gegen diese verstossen wurde.
Das Vorwort zu dem Gesetz besagt:
»...dass solche Tiere angemessen versorgt sein müssen, dass ihnen keine Schmerzen, kein Leiden, erhebliche oder bleibende Schäden unnötig zugefügt werden dürfen und dort, wo es unvermeidlich ist, sicherzustellen, dass diese nur in einem unbedingt notwendigen Ausmass erfolgen dürfen.«
Insbesondere Artikel 5a besagt:
»alle Versuchstiere sollen Behausungen erhalten, eine Umgebung, die zumindest ein wenig Bewegungsfreiheit ermöglicht, Futter, Wasser und ihrer Gesundheit und ihrem Wohlergehen entsprechende Pflege.
Und Artikel 5(b) besagt:
»Jede Abgrenzung muss als absolute Mindestgrenze Abmessungen haben, die den physiologischen und ethischen Ansprüchen der Versuchstiere genügen können.
(EU Directive 86/609)
Die BUAV ist davon überzeugt, dass Covance das Gesetz bricht, und wir beabsichtigen, gesetzliche Schritte gegen die Firma einzuleiten. Die Firma ignoriert sogar, was von der Industrie als optimale Verfahren angesehen wird. Die UFAW (The Universities Federation for Animal Welfare, 'The Care & Management of Laboratory Animals, Ch 39, Seit 613) besagt:
«Alle Spezies der Primaten sind sehr aktive und ebenfalls baumbewohnende oder nur zeitweilig auf dem Erdboden verweilende Geschöpfe. Sie sind ebenso intelligente soziale Tiere, so dass sie dumpfes Eingesperrtsein in vergitterter Umgebung als höchst belastend empfinden.
In der Welt der Vivisektion, der Sezierung am lebendigen Körper, wirbt Covance bei seinen internationalen Kunden damit, ein moderner, professioneller, gesetzestreuer Betrieb zu sein.
Die Wahrheit natürlich ist, dass Experimente an Tieren immer ein dreckiges Geschäft mit Leiden und Tod sein wird, und Vertragslabors kümmert der kommerzielle Profit weitaus mehr als das Wohlergehen der Tiere. Aber wenn wir die Beweise der BUAV mit einem Report, der kürzlich von der EU Kommission in Auftrag gegeben und übernommen wurde, vergleichen, ist leicht zu erkennen, wie entmündigt die Affen im allgemeinen und die Affen bei Covance im besonderen in Wahrheit sind.
13.3 »Die meisten Primaten sind hoch soziale und intelligente Tiere, deren Wahrnehmungsfähigkeiten durch die Evolution bei der Futtersuche, dem Umgang mit dem Futter und dem Umgang mit anderen Affen in sozialen Gruppen geformt wurden. Einen Partner zu haben ist eines der wichtigsten Bedürfnisse von Primaten, und sie entwickeln abnormale Verhaltensmuster, wenn sie ihrer sozialen Kontakte beraubt und unterdrückt werden.
13.4. «Primaten benötigen in Gefangenschaft eine vielfältige und anregende Umgebung, in der sie erkunden, spielen und nach Futter suchen können, um wenigstens sicherzustellen, dass der geringe Platz, der ihnen zur Verfügung gestellt wird, einigermassen angemessen ist...«
13.8 »Wenn Primaten nicht ihr normales Verhalten ausleben und ihre Bedürfnisse befriedigen können, sei es aus einer fehlender Vielfalt in der Umgebung oder unzureichendem Platz, entwickeln sie abnormale Verhaltensmuster (z.B. Stereotypien).«
13.9 »Da Primaten in der Regel soziale Tierce sind, schädigt Einzelunterbringung immer ihrem Wohlergehen...«
(Quelle: The welfare of non-human primates used in research', An European Commission Report of the Scientific Committee on Animal Health and Animal Welfare. Übernommen von der EU Kommission am 17. Dezember 2002).
© 2003 Text + Fotos: covancesucks.com
© 2004 der deutschen Übersetzung: N. Tierce für tierversuchsgegner.org
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